Kapitel 2: Überblick über ASP.NET-Webforms
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Kapitel 2: Überblick über ASP.NET-Webforms

Die Funktionalität von ASP.NET Webforms kann in folgenden Punkten zusammengefasst werden:

  • ASP.NET ist eine Technologie zur Entwicklung von Webanwendungen.
  • Der Programmcode läuft primär auf dem Webserver. Partiell wird jedoch clientseitiges JavaScript (ECMA-Script) erzeugt und im Client (Webbrowser) ausgeführt.
  • Clientseitig wird kein ActiveX / COM, .NET oder eine andere Komponententechnologie verwendet, die eine spezielle Laufzeitumgebung auf dem Client erfordert.
  • Es erfolgt eine Abstraktion des Ausgabeformats durch eigene Tags (Engl. für Markierung, Kennzeichnung).
  • Diese Tags repräsentieren .NET-Klassen (Serversteuerelemente).
  • Zahlreiche Steuerelemente sind verfügbar (als Teil des .NET Frameworks und auf dem Komponentenmarkt, teilweise auch Freeware / Open Source).
  • Die Ausgaben erfolgen browserspezifisch (Adaptive Rendering).
  • ASP.NET enthält eine integrierte Zustandsverwaltung (auf Basis von Hidden Fields bzw. Cookies oder URL-Rewriting).
  • ASP.NET unterstützt die Zwischenspeicherung (Caching) für Daten und ganze Webseiten.
  • Webanwendungen verwenden ein XML-basiertes, hierarchisches Konfigurationsmodell.
  • Der im Rahmen von ASP.NET erzeugte Programmcode ist objektorientiert und ereignisgetrieben (vergleichbar mit DHTML und Windows Forms-Programmierung).
  • Verschiedene (aber nicht alle) .NET-Programmiersprachen können zum Einsatz kommen. Die wichtigsten ASP.NET-Sprachen sind C#, Visual Basic, J# und Python.
  • ASP.NET ist kein Scripting, sondern nutzt Kompilierung (spätestens beim ersten Aufruf).
  • Durch die Trennung von Layout und Code (Hintergrundkonzept) können Grafiker und Entwickler gleichzeitig an einer Seite arbeiten.
  • Es gibt eine gute Werkzeugunterstützung (sowohl kommerziell und nichtkommerziell, von Microsoft als auch von Drittanbietern).
  • Als Webserver können nicht nur der Microsoft Internet Information Server (IIS), sondern auch Apache und andere Webserver zum Einsatz kommen.
  • Als Entwicklungsumgebung stellt Microsoft den sogenannten Visual Web Developer (VWD) zur Verfügung. VWD ist als eigenständiges Produkt (Visual Web Developer Express) oder als Teil von Visual Studio erhältlich.